Beispiele für Inhouse Projekte
Beispiele für Inhouse Projekte in verschiedenen Branchen||
Wir unterstützen Sie beim Aufbau Ihrer High Performance Organisation
Konsumgüter
Vertriebsprojekt
Projektbegleitung eines Unternehmens, welches europaweit mit einem Aussendienst von etwa 3000 Mitarbeitern im Delivery-Service tätig ist. Die Übernahme eines osteuropäischen Wettbewerbers löste zahlreiche internen Spannungen und Probleme aus. Vorerst wurden mittels externer Begleitung alle Störungen, Probleme und sonstige Dysfunktionalitäten erfasst und kategorisiert. Im Rahmen eines Integrationsplanes wurden hierzu gemeinsam mit insgesamt 100 Führungskräften und betroffenen Bezugsgruppen in Teams Lösungen erarbeitet sowie Verantwortlichkeiten definiert. Zeitlich gestaffelte Massnahmen wurden implementiert. Mittels einer Kommunikationspyramide wurden die Mitarbeiter informiert.
Automobilindustrie
Einführung Fraktale Fabriken
Die Unternehmung betreibt verschiedene Fabriken im Automobilsektor. Die internationale Wettbewerbslage und der Druck, “bei der Neuvergabe von Modellen dabei zu sein”, machten es nötig, die Produktivität dieser Fabriken zu erhöhen. Mit dem Konzept “Fraktale Fabrik” sollte das erreicht werden. Wie aber ist das umzusetzen, wenn das z.B. dazu führt, dass Führungskräfte oder Schichtleiter bis zu 80% ihres Headcounts an die neuen “selbstgesteuerten Fraktale” abgeben müssen? Wie kann also die neue Strategie mit erheblichem Reorganisationsaufwand so umgesetzt werden, dass sowohl Führungs- und Fachkräfte als auch die komplette Belegschaft mitmachen und ihr Erfahrungswissen ins Change Projekt einfliessen lassen? In diesem Projekt führten wir mit dem Top FK-Team inkl. Betriebsrat insgesamt 6 Workshops durch. Schon nach dem dritten Workshop konnte die Tragfähigkeit im Projekt erreicht werden. Es ging in Folge nicht mehr um das “ob” sondern nur noch um das “wie”. Alle Manager haben die erarbeiteten Konzepte schliesslich geschlossen und mit hohem Committment den betroffenen Schichtleitern vorgestellt. Diese haben dann ihre Ebenen in einer skalierten Workshop-Kette an Bord geholt. Das Projekt “Fraktale Fabrik” lief dermassen gut, dass später überhaupt keine externe Unterstützung mehr erforderlich war. Das Projekt lief in der finalen Implementierungsphase völlig problemlos selbstgesteuert.
Flugindustrie
Entwicklung einer Top X Plattform
Ein bekanntes Unternehmen der Flugindustrie transformierte seine Geschäftsbereiche in Profit Center. Dies erhöhte zwar die Profitabilität durch Fokus und Effizienz, führte jedoch zu stark dysfunktionalem Silo-Denken. Um dem entgegen zu wirken, wurden wir beauftragt, eine integrierende Top‑X Plattform zu entwickeln. Hierzu wurde zunächst schrittweise eine Lern- und Entwicklungsplattform für die Top-20 Bereichsleiter aufgebaut. Themenbausteine waren z.B. Strategieentwicklung, Schnittstellen-Workshops, Führungsprinzipien, Managementseminare, interdisziplinäre und bereichsübergreifend aufgesetzte Projektteams sowie unternehmenskulturelle Begleitinterventionen. Mit einigen Monaten Zeitversatz, beschleunigten wir die darunterliegende Berichtsebene (50 Abteilungsleiter) nach derselben Logik und koppelten beide Ebenen später in einem Top-70 Plattform-Event. Diese bereichsübergreifende Plattform war die Basis für eine völlig neue bereichsübergreifende Team- und Speak-up-Culture. Dieses Unternehmen durften wir über den Zeitraum von 8 Jahren mit sehr viel Erfolg und Freude begleiten.
Banken & Versicherungen
Optimierung von IT und Operations
Im Rahmen eines Neuausrichtungsprojekts wurde erkannt, dass der Produktionsbereich einer Bank im internationalen Benchmark viel zu teuer war. Das neue Geschäftsleitungsmitglied mit Verantwortung für IT & Operations bekam vom CEO harte Vorgaben für Kosteneinsparungsmassnahmen. Würden diese nicht realisiert, würde man den kompletten Bereich auslagern. Wir erarbeiteten mit dem Chef und seinem Führungsteam eine neue Bereichsstrategie mit klaren Standards und einem neuen Leistungsversprechen. Das überführten wir gemeinsam in ein skaliert ausgerolltes 18-monatiges Einbindungs- und Umsetzungsprogramm. Die Belegschaft wurde im Rahmen von Funktionsteams angekoppelt. Wir erreichten das, indem wir u.a. einen „erlebnisorientierten Arbeitsrahmen für Optimierung“ bei den Teams erzeugten. In Townhalls wurden zu erfüllenden Standards im Gegenstromverfahren mit realem, impliziten Erfahrungswissen der Mitarbeiter unterfüttert. Die Teams erarbeiteten ihre Umsetzungspläne in agiler Form weitgehend selbst. Das Projekt lieferte bereits in den ersten 12 Monaten erstaunliche Ergebnisse. Der gemeinsame Erfolg wurde von der gesamten Belegschaft gefeiert. Sowohl die im Projekt von den Mitarbeitern erlernten Optimierungsmethoden (Lean/Kaizen) als auch die neue Art der bereichsübergreifenden Ansprache und Zusammenarbeit hatten stark positiven Einfluss auf die Unternehmenskultur der Bank (Mitmach‑, Vertrauens- und Leistungskultur).
Pharmaindustrie
Integration Service Center
Ein Unternehmen der Pharmaindustrie wollte Doppelspurigkeiten in ihren Divisionen abbauen. Ziel war es, Synergien zu heben, Kosten zu reduzieren sowie Professionalität und Produktivität zu erhöhen. Hierzu wurde ein internes Service Center etabliert. Die Aufgabe bestand darin, Services zentral zu bündeln, zu optimieren und zu standardisieren. Das Problem lag nun darin, dass die Divisionschefs den Verlust an Autonomie nicht hinnehmen wollten und permanent verdeckt gegen den Entzug ihrer Gestaltungsspielräume bzw. das Konzept arbeiteten. Die Kernaufgabe bestand nun darin, die obersten Stakeholder an einen Tisch zu bringen, ein grundlegendes Einverständnis zur Strategie und den Zielen zu erwirken sowie Spielregeln und Verfahrensregeln auszuhandeln. Ferner mussten eine Mediations-Plattform sowie Prozesse aufgesetzt werden, mit welchen regelmässig konfliktäre Themen aufgegriffen und gelöst werden.
Prüf- und Inspektionsindustrie
Restrukturierung Finanzbereich
Ein Unternehmen, das international anerkannte Qualitätsprüfungen und Zertifizierungen anbietet, musste den Finanzbereich komplett restrukturieren und modernisieren. Zunächst entwickelten wir gemeinsam mit dem CFO die neue Finanzstrategie, welche dann in einem Workshop mit den Abteilungschefs und Schlüsselpersonen abgeleitet, d.h. in Themenbereiche / Workstreams heruntergebrochen wurde. Im Anschluss wurden in Grossgruppen-Konferenzen, weitere Hierarchieebenen / Funktionsträger bis auf Mitarbeiterebene eingebunden und das Umsetzungsprogramm konkretisiert. Der Rollout des Projektes erstreckte sich über rund 12 Monate, in welchen der Finanzbereich erfolgreich in eine neue und moderne Zukunft katapultiert werden konnte.
Medienbranche
Kulturentwicklungsprojekt
Eine Mitarbeiterumfrage in einem Medienkonzern brachte ein katastrophales Bild zum Vorschein. Die Geschäftsleitung wusste nichts mit den schlechten Ergebnissen anzufangen und legte das Thema erst mal acht Monate auf Eis. Doch der Druck der Belegschaft wurde grösser. Wir wurden damit beauftragt, Klarheit und Aktion in die verwirrende Lage zu bringen. Zuerst sortierten wir mit der Geschäftsleitung und den Führungskräften die Problemthemen und erarbeiteten in Subteams erste grobe Lösungsskizzen. Dann luden wir sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter zu dynamischen Townhalls mit offffenem Charakter (Open Space / World Café) ein. In Teams wurden via Plot-Formate, bottoms-up Lösungsideen entwickelt. Wir formten rund 50 Kleingruppen, die begeistert an der Umsetzung der Lösungen arbeiteten und von uns bis zur finalen Umsetzung und Präsentation der Ergebnisse im finalen Grossanlass begleitet wurden. Parallel gab es ein Award-Programm in verschiedenen Kategorien für die Teams. Die Manager wurden regelmässig in Coachings begleitet und in Management Trainings à jour gebracht. Die Entwicklung des Betriebsklimas sowie der Unternehmenskultur wurde durch eine begleitenden Doktoranden-Gruppe regelmässig auf Fortschritt überprüft (Appreciative. Inquiry).
Öffentliche Versorgung
Organisationales Fitness Programm
Ein öffentliches Unternehmen stand unter grossem Druck, flächendeckend Kosten einzusparen und das bedeutete auch Personal zu reduzieren. Wir begleiteten den Kunden von der Erarbeitung der Kostensenkungstrategie bis hin zur Umsetzung des Programms in der Fläche. In einem ersten Schritt mussten die Stakeholder (Geschäftsleitung, Betriebsrat und Bereichsführung) miteinander synchronisiert werden. Das betraf u.a. Strategie, Ziele, Schwerpunkte, Vorgaben, Entscheidungspunkte, Kommunikation, Spielregeln und die allgemeine Auslegungsordnung. Im Folgenden arbeiteten wir Schritt für Schritt das Umsetzungsprogramm ab. Sanfte Personalabbau- Massnahmen standen im Vordergrund. Erst nachdem mit allen betroffenen Mitarbeiter gesprochen und Vereinbarungen erzielt wurden, erfolgte die skalierte Einbindung der Belegschaft. Dies betraf die Beurteilung der Umsetzung der Zielvorgaben unter Berücksichtigung von potentiellen Implikationen, Risiken, alternativen Möglichkeiten oder zusätzlichen Ideen, Wünschen zur Optimierung. Das Projekt zeigte, dass Kostenoptimierung unter Einbindungsgesichtspunkten durchaus mit Freude und viel Teamgeist erzielt werden kann.
Maschinenbau
Strategie-Umsetzung
Ein Mischkonzern beauftragte uns, ein umfangreiches, bereits seit Jahren laufendes, weltweites Management Trainings- und Workshopprogramm für rund 1000 Führungskräfte auf Effektivität hin zu prüfen. Effektivität richtet sich nach dem zu erreichenden Ziel. Dem Programm lagen unklare und dazu noch opportun wechselnde Zielstellungen zugrunde. Es war ursprünglich dazu geschaffen worden, die weltweit tätigen Manager mehr auf die strategischen Programme einzuschwören. Sie sollten dabei mithelfen, die Durchschlagskraft und Umsetzungsgeschwindigkeit der strategischen Initiativen zu erhöhen, um so wettbewerbsfähiger zu werden. Im Gegensatz zum Ursprungsgedanke, mutierten die ausgerollten Formate aber von Jahr zu Jahr mehr zu lapidaren Schulungen mit strategiefremden Themen. Offenbar war das Programm auf diese Weise leichter zu handhaben und konnte auch einfacher mit Trainern besetzt werden. Die befragten Manager berichteten, dass sie den Sinn der Trainings hauptsächlich im Socializing bzw. Netzwerken sähen und es als wertschätzend empfanden, dass Senior Manager für Kamingespräche zu Verfügung stünden. Insgesamt hatten sie Freude an den Veranstaltungen, welche jedoch in der Realität eher kulturfördernde Events als strategisches Umsetzungsinstrument waren.
Medizin
Weltweit gültige Kultur- und Führungswerte
In diesem namhaften Unternehmen wurden wir mit mehreren Themenfeldern betreut. Zum einen ging es um die Entwicklung der Holdingstrategie. Zum anderen sollte der neue CEO so schnell als möglich im Unternehmen Fuss fassen. Ferner sollten weltweit gültige Führungs- und Kulturwerte entwickelt werden. Die Frage, die sich zu letzterem stellte, war: Wie können wir möglichst effizient und pragmatisch die Kernwerte des Unternehmens herausarbeiten, ohne ein weltweites, langwieriges und teures Umfrage-Programm zu starten (wie das die meisten global tätigen Konzerne tun). Die Antwort liegt – wie meistens – bei den Führungskräften. Denn mit ihrer langjährigen Erfahrung können sie am besten einschätzen, was erfolgreiches und wünschenswertes Verhalten im eigenen Unternehmen ausmacht. Wir erkundigten uns, nach dem nächsten Kalendertermin, an welchem die Top-50 FKs des Konzerns ohnehin an einer Führungskonferenz zusammentreffen würden. An dieses Datum hängten wir einen Workshop an, was Kosten sparte und Kapazitäten schonte. Ferner waren die Manager zu diesem Zeitpunkt ohnehin in einer offenen, lockeren Lernhaltung. In diesem äusserst intensiven und gut vorbereiteten Workshop legten wir in einem mehrschichtigen Verfahren systematisch die verschiedenen Ebenen der Grundannahmen der 50 Führungskräfte frei. Wir prüften, wie sich diese Erfahrungswerte im zeitlichen Entwicklungsablauf (Past-Present-Future) veränderten und verdichteten sukzessive die Ergebnisse. So konnten wir nach zweitägiger Arbeit sechs kulturelle Unternehmenskernwerte herauskristallisieren und fünf neue Führungsprinzipien extrahieren, die später im Verbund mit den Top-50 weltweit ausgerollt wurden.